e-book Ernährung und Verhalten

ErnährungundVerhalten

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Ernährung und Verhalten E-book

 

Newsletter Januar/Februar 2017

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TACHELES GESPROCHEN: Vom Üben

 

Hast du schon mal ein Instrument spielen gelernt? Oder eine neue Sprache? Oder einfach just for fun einen Tanzkurs besucht?

Wie lange hat es gedauert bis du die erste saubere Melodie spielen konntest? Deine erste kleine Unterhaltung mit einem Nativspeaker (Muttersprachler) zu führen? Die erste Choreographie fehlerfrei zu tanzen ohne dem Partner Plattfüße zu treten?

 

Unabhängig von Deinem Talent, kommt es vor allem auch darauf an, was Du erreichen willst. Willst Du Konzertpianist werden, dann dauert es natürlich länger als wenn Du einfach nur ein bisschen herumklimpern möchtest.

Dazu eine kleine, wahre Geschichte:

Zu meinem 10. Geburtstag bekam ich von meinem Vater eine Flamencogitarre geschenkt. Gute Idee, denn ich war musikalisch, liebte neue Instrumente zu lernen und wollte, schon meinem Vater zu liebe ein zweiter Paco de Lucia werden. Und er hatte wohl die Hoffnung, dann nicht mehr die anstrengende Blockflötendudelei hören zu müssen. J

Ich bekam auch Unterricht von einem absoluten Vollprofi, doch zum Leidwesen meines Vaters übte ich immer weniger bis ich dann ganz aufhörte.

Heute erstaunlich, wenn man bedenkt, dass ich sogar Musikabitur gemacht habe (allerdings mit Gesang und Querflöte) und mir mit 18 statt eines Führerscheines von Omas Geld eine Westerngitarre kaufte, um quasi nächtelang am Lagerfeuer mitklampfen zu können.

Was war passiert?

Ohne meinem damaligen Gitarrenlehrer nahe treten zu wollen: hätte er erwogen, dass es außer klassischen Gitarren auch z.B. Westerngitarren mit schmalem Steg gibt, hätte ich mich dann doch auch zu den nervigen Fingerübungen diszipliniert. Da ich aber ständig vom Üben Sehnenscheidenentzündung und Blasen an meinen kleinen, schmalen Patschehändchen bekam, war klar, dass bei allem Wollen die Motivation relativ schnell in den Keller ging.

 

Was hat das alles mit Hundetraining zu tun?

In meinen nun schon 6 Jahren professionellen Hundetrainings mit verschiedensten Menschen, Anliegen, Talenten, Charakteren und Rassen habe ich immer wieder festgestellt, wie schwer es dem ein oder anderen fällt, zum einen den Hund als Hund zu sehen und zum anderen die Geduld und Motivation für ein positives Training mitzubringen. Unsere Gesellschaft hat sich eben zu Leistungs- und Geiz-ist-geil-Mentalität gewandelt: es muss was möglichst schnell aus der Welt geschafft sein, wenn es Probleme macht und wenn das nicht so funktioniert, wird es weggeworfen. Unsere psychosomatischen Kliniken sprechen Bände davon…

Ich behaupte jetzt mal: Zeit hat heute kaum noch einer…

 

Bitte versteh´ mich nicht falsch: natürlich möchte man wissen woran man ist und womit man rechnen muss. Nur wäre es auch hilfreich, ab und zu mal im täglichen Karussell inne zu halten und zu überlegen:

z.B.: Ich habe einen Hund aus dem Auslandstierschutz übernommen und es wird festgestellt, dass er traumatisiert ist.

Zum Vergleich: Beim Menschen dauert in der Regel eine Traumaüberwindung Minimum  20 bis 30 Sitzungen.

Sind hier 5 Einzelstunden mit dem Hund wohl ausreichend? Leider mitnichten. Denn hier kommt auch noch der Faktor Mensch dazu, oder wie eine Kollegin immer so schön sagt: „Der Mensch macht den Hund!“

 

Ich nehme mich aus dem Gedankenkarussell nicht aus. Auch ich habe mich damals beeinflussen lassen von außen; Menschen, die mir sagten, wie man ganz schnell mein Problem „weg“ bekommt. Dass damit dann das Problem meines Hundes nicht verschwunden war, sondern der sogar noch eins mehr hatte, war mir damals leider erstmal nicht bewusst und um ehrlich zu sein, schäme ich mich heute dafür, nicht auf mein Bauchgefühl und meinen Hund, sondern auf das Umfeld gehört zu haben.

Aber wie heißt es so schön: Finger im Backofen einklemmen nutzt nichts!

Jetzt klüger- fortan besser machen!

 

Was uns wieder zum Thema Üben führt.

Wenn ich sage ca. ½ bis 1 Jahr, bis der Hund die neuen Verhaltensmuster verinnerlicht hat, bedeutet das auch dasselbe für dich! Sprich: Bleibst du so, bleibt dein Hund auch so!

DU musst aktiv werden! Dabei hat keiner gesagt, dass es leicht ist…

Aber bedenke immer: Der Hund hat sich das alles nicht ausgesucht. Ihr habt ihn zu euch geholt und seid damit die Verpflichtung eingegangen für sein Wohl zu Sorgen, wie es sich für eine Rudelführer/ Familienoberhaupt gehört. Schutz und Sicherheit zu bieten. Etc.

Training bzw. Erziehung heißt dabei manchmal auch bewusst Konflikte einzugehen. Und dabei am besten so kleinschrittig wie möglich zu arbeiten, dass der Hund alles richtig machen kann.

Du musst ihm zeigen wie es geht. Hart gesagt: Der Schüler kann nur so gut wie sein Lehrer sein.

Das bedeutet aber auch in einigen Fällen zu akzeptieren, was man da für einen „Schüler an der Leine“ hat. Oder wie ich auch gerne sage: Mit einem Schlagzeug wird es schwer ein Cellokonzert zu spielen!

Dein Hund kann nur das lernen, was du ihm beibringst.  So einfach ist das – und doch so schwer. Deine Vorbereitung, dein Wissen und deine Stimmung beeinflussen, ob dein Hund gut und vor allem auch gerne lernt.

 

Keiner hat gesagt, dass das einfach und bequem ist.

Am meisten macht man sich dabei verrückt in dem man sich mit Nachbars Lumpi vergleicht, „der hat noch nie was mit seinem Hund gemacht und der ist ja sooooo brav….“ Ist das so?

Wer Kinder hat, wird wissen, wie unterschiedlich schon Geschwister sein können.

Das ist bei unseren Hunden nicht anders. Ohne zu weit auszuholen: allein Rasse, Lerntyp, Umfeld bergen jede Menge Faktoren inne. 

 

Aber warum soll ich meinen Hund der eine hohe Individualdistanz hat mit in die überfüllte Stadt schleppen? Weil der Hund alltagstauglich sein soll und überall mit hin muss? Weil andere das auch so machen?

Womöglich Stress für alle beide…?

Du lebst mit deinem Hund 24 Stunden am Tag zusammen, also weißt du auch am Besten, was für euch funktioniert und was nicht. Lass dir da nicht reinreden!

 

Angeblich soll Einstein einmal gesagt haben:

Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

 

Es liegt an dir, die Talente deines Hundes herauszufinden und zu unterstützen.

Schaut, was möglich ist und trainiert das. Seid euren Hunden gegenüber fair.

Grenzen setzten ja, aber innerhalb der Grenzen müssen die Bedürfnisse deines Hundes befriedigt werden.

Werde du der Experte für deinen Hund!

 

Fazit:

  • Schaffe zum Üben eine entspannte Atmosphäre. Am Anfang möglichst ablenkungsarm(z.B. zu Hause oder im Garten) und steigere die Ablenkung immer mehr.
  • Fordere nur das ein, was möglich ist und setzte dir so kleine Teilziele als möglich.
  • „Hör auf, wenn`s am schönsten ist“, d.h. so lang du und dein Hund noch Spaß haben und du positiv abschließen kannst. Mache das Ende der Übung deutlich durch ein Signal wie z.B. “Fertig!“
  • „Frust ist kein guter Lehrer.“ Wenn du in die Situation kommen solltest, dass es mal so nicht klappt mit dem Training: mach eine Pause und/ oder mach etwas, dass euch beiden Spaß bringt. Mach dir keinen Erfolgsdruck- jeder hat sein Lerntempo!
  • „Sei motiviert- aber nicht übermotiviert!“ Sag nicht „Ich will heute weiter an der   Leinenführigkeit arbeiten“, sondern definiere so genau wie möglich, wie das Ergebnis und der Weg aussehen sollen: „Ich möchte, dass Bello heute an der locker durchhängenden Leine bis zum Bäcker und zurück neben mir hergeht. Das schaffen wir, indem …“  und dann nicht weil`s so toll war noch zum Metzger und Blumenladen J
  • Je genauer und konsequenter du in deinen Signalen bist, umso genauer ist dein Hund.
  • Dran bleiben!

 

Dann klappt`s auch mit dem Gitarre spielen… oder wie ein Spruch aus den 80ern so schön hieß:“ Nimm dir Zeit und nicht das Leben!“

Ich wünsche Dir Gelassenheit und viel Spaß beim Training!

Newsletter November/Dezember 2016

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Hündische Wunschliste

Um euch Menschen mal ein bisschen auf die Sprünge zu helfen – ihr steht manchmal einfach auf dem Schlauch -, habe ich im Namen aller meiner flauschigen Kollegen eine Liste mit Wünschen zusammengestellt.

 Warum gerade jetzt? Naja, man munkelt, es käme ein wunderbares Fest auf uns zu:   die Menschen nennen es Weihnachten.

Anscheinend überreicht man sich kleine oder auch große Pakete mit Wünschen darin, die zuvor auf einer Liste notiert wurden.

Daher bin ich frohen Mutes, dass auch meine hündische Wunschliste Realität werden wird. Dafür drücke ich ganz fest meine Pfötchen.

Also, Augen auf und Gehirnzellen-Speicher auf Aufnahme gestellt: 

Meine ganz bescheidene Wunschliste:

  • Einen leckeren, mit Fleischfetzen behangenen Knochen, an dem man schön nagen und zerren kann (aber bitte mit ordentlichem Fleisch dran).
  • Einmal im Aas wälzen dürfen oder im Schlamm. Das wäre zwar nur die zweitbeste Wahl, aber ich verstehe ja, dass ihr Menschen den Geruch von Aas abstoßend findet.
  • Mit meinen Kumpels rennen, jagen und raufen (und zwar so lang ich will).
  • Beim nächsten Spaziergang genug Zeit zum Schnüffeln einplanen (manchmal muss man als Hund einfach einen unscheinbaren Grashalm von unten bis oben, von rechts nach links und diagonal beschnuppern. Und: ja, es gibt daran genug toller Gerüche).
  • Einen Waldspaziergang mit kleinen Abenteuern und Such-, Fang- und anderen Spielen – Hauptsache nicht immer diese blöde Runde um den Block! Was denkt ihr euch eigentlich dabei! Ihr macht ja schließlich auch keinen Urlaub im Bunker.
  • Bitte stopft mich nicht mit Leckerlis voll – es sei denn, sie sind selbst gemacht und wir rennen danach ordentlich über Felder, Wiesen und spielen Verstecken. Will schließlich keine Kugel durch die Gegend schieben.
  • Eine Massage- und Kraulstunde…*schnurr*
  • Bitte gurtet mich im Auto immer schön an. Ihr wisst gar nicht wie anstrengend es ist, sich die ganze Zeit in die Polster zu krallen, weil man ständig Angst haben muss, durchs Auto zu kugeln.
  • Wenn wir demnächst wieder Besuch bekommen, sorgt bitte dafür, dass mich nicht alle und am besten gleichzeitig begrabbeln. Schön wäre es, wenn die quietschenden Kinder mich eine Weile in Ruhe ließen. Meine Ohren und mein Schwanz sind gesperrte Zone.
  • Ich wünsche mir außerdem, dass ihr bei jedem Gassi – egal wie lang – nur für mich da seid. Lasst dieses blöde Ring-Ring-Teil in der Tasche und stiert nicht so konzentriert vor euch hin. Ihr müsst unseren Spaziergang bewusst erleben und mir zeigen, dass ihr genau so viel Spaß daran habt wie ich.

So, ich denke, dass die Liste zwar noch nicht vollständig ist, aber doch schon ein guter Anfang.

Man darf euch Menschen ja auch nicht zu sehr überfordern. Mal sehen, was wir Hunde davon unterm Weihnachtsbaum finden bzw. was davon wahr werden wird.

Wuffige Zimtsternegrüße

Euer Herr Schlaumeier

 

Newsletter Oktober II 2016

Do-it-yourself-Rezept

 

Hier gehts zum Download vom Rezept:

Halloween-Rezept

Newsletter Oktober 2016

Herbst- und Wintertipps für Hunde

Newsletter August 2016

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Kling Glöckchen klingelingeling

Kling Glöckchen klingelingeling…!

Ja ist denn schon wieder Weihnachten?

Keine Panik- ihr habt noch einen Monat bis es die erste Lebkuchen im Supermarkt gibt J

Heute soll es um die „Hundemärkche-Melodie“ gehen. Dabei Frage ich mich oft:

Können Hunde Tinnitus bekommen?

Wie war das noch mal? Hunde haben richtig feine und gute Ohren, oder?

 

Wie sich das Hören beim Menschen und Hund unterscheidet

Durch zwei wesentliche Fähigkeiten unterscheidet sich das Gehör von Hunden im Vergleich zum Gehör des Menschen.

Der erste Unterschied besteht darin, dass unsere Vierbeiner Frequenzbereiche bzw. Tonhöhen hören, die das menschliche Gehör nicht mehr wahrnehmen kann. Der Mensch nimmt dabei Geräusche von rund 20 bis 20.000 Schwingungen pro Sekunde (Hz) wahr.

Beim Hund fällt dieser Wert höher aus. Dieser beläuft sich auf ca. 15 bis 50.000 Schwingungen pro Sekunde (Hz).

Der zweite wesentliche Unterschied liegt darin, dass Hunde ihre Ohrmuschen bewegen können und so sämtliche Geräuschquellen präziser und besser orten können, als es den Menschen möglich ist. Hunderassen mit stehenden Ohren können diese dabei leichter drehen, und so Geräusche noch besser analysieren, als es Hunden mit Schlappohren im Vergleich möglich ist.

Überdies besitzen Hunde die Fähigkeit ihren Gehörsinn, sowie auch den Geruchssinn, selektiv einzusetzen. Hunden filtern dadurch sehr effektiv beispielsweise beim schlafen laute Musik aus, allerdings hören sie dennoch wie der Futternapf gefüllt wird, oder wie sich fremde Personen dem Haus annähern.

Mich persönlich würde das ja als Hundehalter irgendwann in den Wahnsinn treiben:

Steuer- und Tassomarke und alle möglichen Identifizierungs-Märkchen klimpern bei jeder Bewegung an Halsband und Geschirr.

Wie geht es eigentlich dem Hund damit? Er trägt das ja nah am Körper, ganz nah am sensiblen Hundeohr.

Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, die Dinger dienen nicht nur der Information für den hilfsbereiten Finder -wo gehört der Vierbeiner denn nun hin? -sondern ganz besonders der Ortung für den Hundebesitzer -wo IST der Vierbeiner denn nun hin! -falls der Vierbeiner nämlich mal nicht hört, wenn man ihn ruft…(vielleicht weil es so klimpert? J)

Ähnlich wie bei den Kühen und ihren „Ortungs“-Kuhglocken in weitem Gelände. Aber da muss ich mir keine Sorgen machen: es gibt in der Schweiz eine Initiative gegen diese Glocken. Im Sinne der Kühe.

Zurück zu uns:

Im Gesetzestext lautet es unter § 11 Hundesteuermarken

„Abschnitt (3) :

Der Hundehalter hat die von ihm gehaltenen, außerhalb des von ihm bewohnten Hauses oder des umfriedeten Grundbesitzes laufenden anzeigepflichtigen Hunde mit einer gültigen und sichtbar befestigten Hundesteuermarke zu versehen.“

Das bedeutet wohl, das zumindest die Steuermarke am Hund sein muss.

(Wobei mir mal gesagt wurde, dass auch das mitführen reicht… Fakt ist, du musst nachweisen können, dass der Hund angemeldet ist und du für ihn Hundesteuer bezahlst.)

Leider dienen Steuermarke und Co auf jeden Fall der Ortung für Nachbars Lumpi und dem Erzfeind Nr. 1 morgens auf dem Weg ins Feld: „Aufgepasst! Da kommt ein Hund!“ Die hören Charlie-Mann schon von Weitem klingeln und können dann so richtig Rabatz machen.

Da kann Charlie sich still verhalten, wie er will.

Aber wie ist das denn nun….hört Charlie sein Umfeld unbeeinträchtigt, auch wenn es  auf Schritt und Tritt konstant rabimmelt und rabammelt?  Weil er ja so richtig gute Ohren hat? Oder blendet er das aus?

Die Schmerzgrenze eines Menschen liegt bekanntlich bei 120 Dezibel(Düsenflugzeug beim Start) bei Hunden wieder rum nur bei 95 Dezibel(Heran nahende U-Bahn).

Ich denke Grund genug sich was einfallen zu lassen.

Hier ein paar Möglichkeiten:

  1. Diese kleinen Mäppchen, in denen man alle Märkchen still verschwinden lassen kann, sind doch super. Da geht dann auch so schnell nichts verloren.(z.B. bei Special Choice erhältlich)  049-Medium
  2. Wem es vor allem auf die Möglichkeit ankommt Name und Telefonnummer einem potentiellen Finder zu übermitteln, kann z.B. spezielle Hundemarken von Rogz benutzen.
  3. Hübsch sind ja auch die individuell bestickten Halsbänder mit Handynummer.(z.B. bei Rocky Dogz erhältlich)Man muss nur bei einem Anbieterwechsel die Rufnummernmitnahme beantragen. Nicht vergessen!
  4. Die kostengünstige Variante ist die Marke(n) einzulaminieren.
  5. Oder (wenn die Form rund ist) kann man einen Schlüsselmarkierungsring drum machen.

Tut es eurem Hund zu liebe. Danke!